Buch des Monats Dezember - Die Bibliothek empfiehlt

Marcia aus Vermont – Eine Weihnachtsgeschichte


Klappentext: Peter ist in New York. Er will sich befreien von den Eltern, vom Leben, das er bis dahin geführt hat. Es sind seine letzten Tage dort. Auf der Strasse wird er von Marcia angesprochen, die ihn um eine Zigarette bittet. Als er ihr Feuer gibt, hält sie ihre Hände schützend um seine, dann geht er mit ihr nach Hause. Es ist der Weihnachtsabend, der traurigste Abend des Jahres. Aber Marcia lacht immer, wenn sie über traurige Dinge spricht.

Das alles ist dreissig Jahre her. Woran erinnert Peter sich noch? Was geschah wirklich in jener Nacht und in den folgenden Tagen? Und wie veränderte das Geschehene sein Leben? Peter weiss es nicht mehr, er weiss es noch nicht, als er nach Vermont aufbricht, um Marcia wiederzusehen. Aber was ihn erwartet, ist viel mehr als eine vergangene Liebe.

 

 

Peters Erinnerungen hatten sich über die Jahre zu einer Geschichte gefügt, die sich gut machte in seiner Künstlerbiographie. "Marcia aus Vermont" handelt  davon, wie unzuverlässig Erinnerungen sind und wie eine Geschichte, die seit Jahrzehnten in der Erinnerung verblasst, mit der Realität konfrontiert wird und sich in eine andere verwandelt. Entscheidend ist der Satz: "Ein Kind ward uns geboren“ im Manuskript „Eine Weihnachtsgeschichte“, welches Peter bei seiner Rückkehr nach Vermont in seinem Zimmer vorfindet.

Eine spannende Geschichte ohne Kitsch und Rührseligkeit.

 

 

Marcia aus Vermont, Eine Weihnachtsgeschichte, Autor Peter Stamm, S. Fischer Verlag, Frankfurt a. Main 2019